Ultimative Anleitung: Wie Agenturinhaber produktiver werden

Fokus.

 

Ein Wort, zwei Milliardäre.

 

Als Bill Gates und Warren Buffett unabhängig voneinander nach ihrem Erfolgsrezept gefragt wurden, fiel das Wort „Fokus“. (Quelle)

 

Ist es Zufall, dass sie zwei der global vermögendsten Männer sind? 

 

Ich denke nicht. 😉

 

Denn auch ich glaube, dass Fokus eine Geheimwaffe ist, von der niemand spricht.

 

Deshalb werden wir das in diesem Artikel nachholen.

 

Es erwarten dich zahlreiche Hacks, die dich erfahrungsgemäß 100–200 % produktiver machen. 

 

Konkret wirst du erfahren:

 

  • Was deinen Fokus massiv beeinflusst (oft ohne dass es dir bewusst ist) und wie du es ändern musst, damit du hochfokussiert arbeiten kannst.

 

  • Wie die Kausalkette von Gewohnheiten funktioniert, damit du deine Gewohnheiten nach Bedarf ändern kannst.

 

  • Weitere Fokus-Hacks, die auf den Grundlagen aufbauen, damit du den Output einer Woche an einem Tag schaffst.

 

Falls du mehr schaffen willst als bisher, dann bist du im richtigen Artikel gelandet.

 

Doch bevor wir über Fokus, Produktivität etc. sprechen, lass uns schauen, was dich genau daran hindert:

 

Warum du abgelenkt bist

 

Durch die technische Evolution hat sich unser Alltag für immer verändert. Mittlerweile sind alle Informationen mit wenigen Klicks verfügbar. Oft fallen sogar die Klicks weg, weil du Sprachassistenten deine Fragen stellen kannst.

 

Doch was Segen ist, ist oft gleichzeitig auch Fluch. Denn durch die Informationsflut und die ständige Verfügbarkeit hat sich das Gehirn daran gewöhnt. 

 

Weil „alles, was wir wissen wollen,“ in wenigen Sekunden griffbereit ist und oft am selben Tag noch geliefert wird (z. B. Lieferando), werden wir nur mit Dopamin überschüttet. Wir kennen es gar nicht mehr, auf Ergebnisse zu warten. Und das ist auch schon der nächste Punkt:

 

Unsere Fähigkeit, Long-Term & Short-Term zu denken, hat sich komplett verändert. 

 

Falls du das Shiny-Objects-Syndrom kennst, weißt du, was ich meine. Dein Gehirn gaukelt dir vor, dass du Fortschritt gemacht hast, weil du „DAS Geheimnis lüftest“, dabei drehst du dich in der Realität oft im Kreis.

 

Warum? Weil es dich von der eigentlichen Aufgabe ablenkt.

Und die eigentlichen Aufgaben sind dir oft bekannt, wenn du ehrlich zu dir selbst bist. 😉

 

Falle nicht in die Ablenkungsfallen rein

 

Wenn du durch die Straße gehst und dir in Bus und Bahn andere Menschen anschaust, dann wirst du feststellen:

 

Die meisten benehmen sich wie Zombies und blicken aufs Handy. Sie sind gehooked von irgendwelchen Instant-Gratification-Spielen oder von Likes auf Social Media und bezahlen das mit einer sehr wertvollen Währung:

 

→ Fokus.

 

Fokus ist im 21. Jahrhundert dein wertvollstes Asset

 

Alle Unternehmer, die ich kenne und die multiple 7 Figure machen, haben eine Sache gemeinsam:

Sie beschützen ihren Fokus. Denn sie wissen, es ist das wertvollste Asset, dass du persönlich an den Tag legen kannst.

 

Der Unterschied zwischen Multitasking und Multifokus

 

Du kennst es – dein Gehirn kann keine zwei Aufgaben gleichzeitig abarbeiten. Was dein Gehirn viel mehr macht, ist es, von einer Aufgabe zur anderen Aufgabe rasant zu switchen. Das macht es in so einer Geschwindigkeit, dass bei dir die Illusion entsteht, du könntest mehrere Dinge gleichzeitig machen.

 

Was aber nicht stimmt.

 

Im Gegenteil:

Du benötigst immer wieder von vorn „mentale Aufwärmzeit“, um dich der Aufgabe zu widmen.

Was bedeutet Fokus?

Fokus bedeutet, dass du deine mentale Energie auf eine Sache konzentrierst.

Und weil deine mentale Energie eine begrenzte Ressource ist, sind auch deine Entscheidungskapazitäten begrenzt.

 

Weil ich das weiß, habe ich privat einige Entscheidungen minimiert, damit ich mehr mentale Energie für die wenigen Dinge habe, die wirklich zählen.

 

Beispiel?

Ich habe mehrere T-Shirts, Hemden und Hosen 2–5x direkt eingekauft. Damit gehe ich sicher, dass egal, was ich anziehe, es immer gut aussieht.

Was ist Multifokus?

Hast du schon mal tausend To-Dos erledigt und konntest dich am Abend nicht daran erinnern, was du eigentlich gemacht hast?

 

Genau das ist die Auswirkung eines verstreuten Fokus. Selbst wenn du objektiv betrachtet auf jeder Baustelle 1 cm Fortschritt gemacht hast, hast du in der Summe keinen nennenswerten Fortschritt gemacht.

 

Die Ironie dahinter ist, dass oft „noch mehr“ To-Dos auf die Liste gepackt werden, um noch mehr zu hustlen. Somit führt das Ganze zum eigentlichen Problem. Aber glaub mir eine Sache:

 

Mehr machen ist nie die Lösung.

 

  • „Mehr Angebote haben“
  • „Mehr Content rausballern“
  • „Mehr Dials machen“
  • „Mehr Direct-Reports versenden“
  • „Mehr mehr mehr“


Geheimwaffe: Hyperfokus

 

Stell dir mal vor, du nimmst dir einen Tag Zeit, um wirklich an einer einzigen Aufgabe dranzubleiben. 

 

Ich wette mit dir: 

 

Wenn du deine Kraft fokussiert auf eine Sache legst, dann kommst du viel schneller an dein Ziel und du erzielst bessere Ergebnisse als der Rest des Marktes.

 

Du erlangst echte Ergebnisse, weil du das „nicht essenzielle“ ausblendest.

Vergiss dabei die Meinungen von anderen. Du brauchst niemandem zu zeigen, dass du beschäftigt bist.

 

Was meine ich damit?

 

Schau, wenn jemand 18-mal am Tag eine Story postet, dass er gerade arbeitet, dann kann derjenige definitionsgemäß nicht am Arbeiten sein, wenn er mit dem Posten beschäftigt ist.

 

Fokus passiert hinter dem Vorhang und wenn keiner zuschaut.

 

Damit wir Fokus besser nutzen können, müssen wir verstehen, was den Fokus eigentlich ausmacht. Denn Fokus baut auf deinen Gewohnheiten auf.

 

Wie du Fokus aufbaust – die Architektur von Gewohnheiten

 

Wie werden Gewohnheiten aufgebaut? 

 

Antwort: In einer Kausalkette, die den meisten Menschen gar nicht bewusst ist.

 

Und ich gebe es zu. Das Konzept habe ich mir aus dem Buch Atomic Habits ausgeliehen. (Buchempfehlung 😉 )

 

Die Kausalkette funktioniert so:

 

Es gibt einen Cue. Auf diesen Cue erfolgt ein Trigger, der eine Handlung bei dir hervorruft. Sobald du die Handlung ausgeführt hast, belohnst du dich in Form von Dopamin.

 

Was etwas kryptisch klingt, wird mit einem Beispiel deutlicher:

 

  1. Cue: Du bekommst von außen einen Trigger. Beispiel: Du siehst auf dein Handy.
  2. Stimulus: Es folgt ein Impuls auf den Trigger. Du hast das Verlangen, nach neuen Nachrichten zu schauen.
  3. Response: Du kannst auf den Stimulus reagieren. Du schaust deine Nachrichten durch.
  4. Reward: Es erfolgt eine Belohnung dafür, dass du auf den Stimulus reagiert hast. Du bekommst einen Dopamin-Kick, wenn dir jemand geschrieben hat oder du Zero Inbox hast.

 

Rate mal, welche Gewohnheit sich dabei etabliert?! 😉

 

Bingo:

 

→ Du schaust öfter aufs Handy.

Social-Media-Plattformen haben das Game übrigens komplett verstanden. 😉

 

Wie du deine Gewohnheit veränderst

 

Was ist jetzt der beste Ansatz, deine Gewohnheiten zu ändern?

Am besten unterbrichst du die Kette zu Beginn beim „Cue“. 

 

Früher habe ich zum Beispiel mein Handy in den Keller gelegt, damit ich nicht mehr so oft draufschaue.

 

Schau, dass du deine Umgebung zu deinen Gunsten veränderst.

 

Nachdem ich einige Male meine Supplements vergessen hatte, habe ich meine Box einfach neben meine Kaffeemaschine gestellt. Somit habe ich jeden Morgen nie wieder vergessen, meine Supplements einzunehmen.

 

Eigentlich ist es simpel:

 

  • Schaffe dir Cues in deiner Umgebung, die dich an deine positiven Gewohnheiten erinnern.
  • Eliminiere die Cues in deiner Umgebung, die dich an deine negativen Gewohnheiten erinnern.

 

Aber warum sind Gewohnheiten für unseren Fokus wichtig?

 

Fokus ist nicht das, was du hinzufügst, sondern das, was du entfernst

 

Das war ein krasser Mindset-Shift bei mir selbst. Fokus ist auf lange Sicht das, was du aus deinem Leben streichst. 

 

Glaubst du nicht? Dann mache mal dieses Gedankenexperiment:

 

Stell dir mal vor, eine Person sitzt in einem Café am Bahnhof. Sie versucht, fokussiert zu arbeiten. Das wird schwierig. Selbst mit NC-Kopfhörern.

 

Und stell dir mal dieselbe Person vor, die jeden Tag in einem Büro arbeitet. Ohne Ablenkung, mit vollem Fokus auf eine Sache. 

 

Was glaubst du? Schafft die Person im zweiten Beispiel mehr? 

 

Klar. 

Und warum?

 

Weil sie in einer ablenkungsärmeren Umgebung unterwegs ist. 

 

Denn die Umgebung ist ebenfalls ein krasser Hebel, den du zugunsten deines Fokus modifizieren kannst.

 

Oder anders ausgedrückt:

 

Eine produktive Person verliert 10/10-mal ihren Fokus in einer ablenkenden Umgebung als eine unfokussierte Person in einer produktiven Umgebung. 

 

Die Umgebung ist immer stärker als deine Willenskraft.

 

Ein weiterer Mindset-Shift, der mir geholfen hat:

Ich habe mir Fokus als „die Ablenkung von Ablenkungen“ vorgestellt.

Fokus: Ablenkung von Ablenkungen

 

Ich sagte mir eines Tages:

„Anstatt Fokus zu erschaffen, versuche mal, deine Ablenkungen so schwer wie möglich zu machen.“

 

Voilà – hat geklappt.

 

Ich schaltete den Flugzeugmodus an, habe unnötige Apps vom Handy gelöscht und sogar komplett versteckt.

 

Denn so leicht, wie es klingt, ist es tatsächlich:

Der leichteste Weg nicht mehr auf Insta abzuhängen ist es, die App nicht mehr auf dem Handy zu haben.

 

Damit es dir noch leichter fällt, dich von Ablenkungen abzulenken, habe ich dir noch einen Mindset-Shift mitgebracht:

 

2nd Order Consequences

 

Mache dir bewusst, dass jede Ablenkung einen Preis hat. Nicht nur einen, der jetzt für den Moment fällig wird (du arbeitest nicht), sondern einen, der Auswirkung auf die Zukunft hat (du wirst vom Wettbewerb überholt).

 

Ein klassisches Beispiel aus der Praxis könnte dein Netflix-Abo sein.

 

Selbst wenn du dir sagst, dass du es nur am Abend schaust und ohnehin nicht mehr arbeiten würdest, wird es mit Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass du später ins Bett gehst.

 

Und du deshalb am nächsten Tag unausgeschlafen bist.

 

Somit hat es long-term ebenfalls einen negativen Einfluss auf deinen Fokus.

 

Fokus Treiber #1: dein Clean-Room

 

Zuerst einmal die Definition: Was ist der Clean-Room?

 

Der Clean-Room ist deine Umgebung, in der es dir leichtfällt, hyperfokussiert zu arbeiten. Somit kannst du gar nicht anders, als den God-Mode der tiefsten Konzentration zu aktivieren. Ablenkungen sind schwierig bis unmöglich.

 

Raum und Zeit wirst du vergessen und Ergebnisse ohne Ende schaffen.

 

Das ist auch der mentale State, in dem Hochleistungssportler sind.

Eine Sache, die dabei helfen können, sind binaurale Beats.

Was sind „Binaural Beats“?

Die Wirkungsweise hinter Binaural Beats ist einfach erklärt: Beide Ohren werden mit unterschiedlicher Schallfrequenz beschallt. Die Differenz stimuliert die Gehirnwellen, weil sich das Gehirn zwischen beiden Ohren befindet.

 

Somit kommst du leichter in verschiedene States. Ob du nun Fokus, Entspannung oder Kreativität brauchst: Für alle States gibt es bestimmte Frequenzen, die stimulierend wirken.

 

Brain.fm hat sich darauf spezialisiert, genau solche Musik auf den Markt zu bringen. Du hast sogar die Möglichkeit, dein Genre zu wählen. 


Mit nur 5–6 Dollar pro Monat ist es ein absoluter No-Brainer. Unser komplettes Team nutzt es, um fokussierter zu arbeiten.

 

Die beste Combo = Binaural Beats + Noise-Cancelling-Kopfhörer. 😉

 

Eine weitere Eigenschaft des Clean-Rooms sind Notifications und das „Ausbleiben“ von diesen. 😉

 

Schalte deine Notifications aus

Inklusive der roten Zahlen bei den App-Icons, die dich an etwas erinnern wollen.

Das gilt nicht nur für WhatsApp und Mails, sondern auch für Dienstleistungsprogramme, die dich über Updates informieren.

 

Denn rate mal, was das ist? 

Genau – es ist der „Cue“, der dafür sorgt, dass du die Nachricht checken willst. Deshalb befreien wir uns von allen Cues, die uns nicht dienlich sind.

 

Bei mir selbst ist nur eine Sache aktiv: Wenn ich mein MacBook aktualisieren muss.

 

Lege Deep-Work-Phasen fest

Damit meine ich nicht nur „mental“ festlegen. Plane es in deinen Kalender ein und lasse es andere wissen, dass du zu diesen Zeiten unerreichbar bist.

 

Wir selbst haben sogar unsere Meetings vom Morgen auf den Nachmittag verschoben, damit wir in den Deep-Work-Phasen nicht zwischen States wechseln müssen.

Schaffe dir Rituale

Schaffe dir Rituale, die deinen Arbeitsalltag starten, dich in den Deep-Work-Modus bringen und den Tag am Ende auch beenden.

 

Wie meine Rituale aussehen? Du wirst überrascht sein …

 

Ich stehe auf, dusche kalt, trinke einen Kaffee und dann: Lets go.

Das sind meiner Erfahrung nach die effizientesten Dinge, die mich morgens pushen.

 

In der ersten Pause mache ich mir einen Sellerie Juice oder einen grünen Smoothie.

 

Das sind die absoluten Fundamentals.

Möchtest du einen Gang hochschalten?

 

Dann empfehle ich dir unser YouTube-Video für die Clean-Room-Freak-Sektion


https://www.youtube.com/watch?v=aL6NZHt3ekI

 

Aber Achtung, die Dinge aus dem Video machen erst Sinn, wenn du diese Fundamentals aus dem Artikel hier wirklich schon felsenfest etabliert hast.

 

Zusammenfassung: Wie du produktiver wirst

 

In diesem Artikel hast du gelernt …

 

  • Dass unser Fokus durch den modernen Fortschritt extrem gut abgelenkt wird. Instant-Gratification sorgt dafür, dass wir immer ungeduldiger werden. Aber du benötigst beide Dinge, um hervorragende Ergebnisse zu erreichen. 
  • Dass Multitasking eine Lüge ist.
  • Wie Gewohnheiten funktionieren und wie du sie aktiv veränderst.
  • Warum deine Umgebung ein krasser Hebel für deinen Fokus ist – und wie du sie gestalten kannst, damit du dich besser fokussieren kannst.
  • Eine Empfehlung zu einem YouTube-Video, um noch mal ein Level tiefer einzusteigen.

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